Während die meisten von uns Weihnachten und Silvester im familiären Kreis verbrachten, waren für Jakobus von Geymüller die Feiertage arbeitsreich: Der ehrenamtliche Karlsruher THW-Helfer unterstützt in der nordirakischen Stadt Erbil, welche rund 170 Kilometer von der syrischen Grenze gelegen ist, den Auf- und Ausbau von Flüchtlingslagern. Das THW-Team aus ehrenamtlichen THW-Einsatzkräften. – imBerufsleben sind sie Zimmermann, Maschinenbauer, Stadtplaner, hauptamtliche THW-Geschäftsführer und Personalleiter – und lokalen Ingenieuren koordiniert vor Ort den Bau von Infrastruktur in den Camps: Straßen müssen. gebaut, Trink- und Abwassersysteme mit entsprechendenSanitäranlagen und Waschmöglichkeiten bereitgestellt werden, damit syrischen Flüchtlingen und irakischen Binnenvertriebenen eine einfache Behausung oder wenigstens ein befestigter Platz und einfachste hygienische Bedingungen bereitgestellt werden können. Ebenfalls wird derzeit eine Schule aufgebaut – ein medizinisches Erstversorgungszentrum wurde unlängst fertiggestellt und nun durch den Malteser Hilfsdienst betrieben. Zusätzlich leistet das THW logistische Unterstützung durch die Bereitstellung von Fahrzeugen, z. B. für die Wasserversorgung.
Die Flüchtlinge verteilen sich auf dutzende Camps in der irakischen Region Kurdistan. Manche Camps sind klein mit Raum für nur wenige Flüchtlingsfamilien, andere bieten Platz für 1 000 und mehr Familien.
Schwerpunkt der Tätigkeit der THWler ist die Detailplanung, Vorbereitung und Durchführung von Ausschreibungen sowie die Bauüberwachung einzelner Teilmaßnahmen. Die eigentlichen Bautätigkeiten werden dann durch irakische Unternehmen erbracht.
Der 35-jährige Architekt ist zum ersten Mal im Auftrag des THW im Ausland. Seine Eindrücke. vor Ortsind nicht mit den bisher in Deutschland gemachten Erfahrungen vergleichbar: Kulturelle Unterschiede, Sprachbarrieren und. dieSicherheitsvorschriften erschweren die Arbeit. Die wenigsten Bauarbeiter verstehen Englisch, so dass mit „Händen und Füßen“ kommuniziert wird, wenn kein kurdischer Kollege zur Verfügung steht. „Auch wenn wir leider nicht viel von der Gegend zu sehen bekommen, ist der Einsatz dennoch erfüllend, besonders der Aufbau einer. Schule.Während wir. in einemwohlhabenden Land. leben, gehtes den Flüchtlingen hier nicht wirklich gut. In. vielen älterenFlüchtlingscamps steht nur eine sehr beschränkte Versorgung an Sanitäreinrichtungen und Wasserversorgung zur Verfügung, bei Lagern in. Rohbaute. stehen den Menschenoftlediglich. Planen als Wände oder Dachzur Verfügung.“ Fast 10 000 Flüchtlinge sind alleine im Dezember. und Januar aus Syrien in den Irakgeflohen. Dazu kommen noch 2,1 Millionen Iraker, die in ihrem Land vom Islamischen Staat vertrieben wurden. Sie alle werden unter anderem in den sechs. durch das THW mit errichteten Camps im Nordirakuntergebracht. Menschen, die in ihrer Heimat, deren Städte. bedingt durch den Bürgerkrieg teils in Schutt un. Asche liegen, allesverloren haben und di. n. r das Nötigste mitnehmen konnten.Der Großteil von ihnen sind Frauen und Kinder. Ob undwannsie jemals wieder in ein sicheres Land zurückkehren können und wie ihre Zukunft aussehen wird? Sie wissen es nicht.
Karlsruher THW-Helfer unterstützt Aufbau von Flüchtlingslagern im Nordirak
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