Sie stellen eine Gefahr dar, die enorme Schäden für Menschen und Sachen verursachen kann: Blindgänger aus den beiden Weltkriegen schlummern auch noch viele Jahre nach Kriegsende unentdeckt unter der Erde. Praktisch wöchentlich werden neu entdeckte Sprengkörper entschärft - in ganz Deutschland sind es jährlich rund 2 000 Tonnen, die von den Kampfmittelbeseitungsdiensten unschädlich gemacht werden. Selbstentzündungen porös gewordener Zünder haben über die Jahre bereits zahlreiche Opfer gefordert und Experten gehen davon aus, dass. dieGefahr zunimmt, je länger die Sprengkörper unentdeckt im Boden verbleiben. Um im Fall der Fälle professionelle und effiziente Hilfe leisten zu können, müssen die Hilfsorganisationen regelmäßig üben, das ihnen zur Verfügung stehende Gerät einzusetzen und die Rettungsmaßnahmen zu koordinieren. So war. für rund80 ehrenamtliche Einsatzkräfte von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutschem Roten Kreuz (DRK), Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) ab 20 Uhr an einen ruhigen Freitagabend nicht zu denken, stattdessen forderte das vierstündige Übungsszenario „Einsturz. vonGebäuden nach einer Blindgängerexplosion, zahlreiche Menschen sind verschüttet“ von allen Beteiligen höchsten Einsatz: eingeschlossene Menschen mussten. geortet,gerettet und medizinisch versorgt werden. Hierzu war auch ein Durchdringen durch Wände und Decken erforderlich, um zu den Verletzten vordringen zu können. In gemischten Teams wurden diese gerettet und versorgt. Die Karlsruher Verkehrsbetriebe stellten einen Linienbus als Aufenthaltsort zur Verfügung. Nach Mitternacht konnte die Übung als erfolgreich beendet gemeldet und das eingesetzte Material wieder. auf dierund 20 Einsatzfahrzeuge verlastet werden - der Einblick. in dieArbeitsweise der anderen Organisation. warfür viele Teilnehmer die wichtigste Erfahrung dieses actionreichen Abends. Das Hilfeleistungssystem in Deutschland basiert zu großen Teilen auf ehrenamtlichem Engagement und stellt ein gelungenes Beispiel für ein aktives Bürger-Staats-Verhältnis dar. Jedoch sind mit der geänderten Freizeitgestaltung vieler Menschen die Karlsruher Hilfsorganisationen auf Nachwuchs angewiesen und haben daher ein gemeinsames Portal zur Gewinnung Ehrenamtlicher ins. Lebengerufen. Ob Eigenbrötler oder Teamplayer: Unter www.HelfenKannJeder.de werden Interessierten Möglichkeiten vorgestellt, anhand ihrer Fähigkeiten und Wünsche. einefür sie passendes und anspruchsvolles. Hobbyzu finden und dabei eine tolle Kameradschaft zu erleben.
Einsatzübung: Blindgängerexplosion fordert zahlreiche Opfer
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