Beim Blindgänger handelte es sich um einen ca. 250 kg schwere Sprengbombe britischer Herstellung mit Heckaufschlagzünder. Gut die Hälfte des Gewichtes der aus dem 2. Weltkrieg stammenden Altlast bestanden aus Sprengstoff. Die Entschärfung war für den Kampfmittelbeseitigungsdienst keine Herausforderung, da aufgrund seiner Fertigung ein schneller Ausbau des Zünders möglich war. "Hektik. undAufregung war im Koordinationsstab nicht zu spüren", so Thomas Lauerbach, Fachberater des THW Karlsruhe. Vor der Unschädlichmachung des gefährlichen Erbes waren jedoch umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen erforderlich - so mussten rund 3 000 Menschen ihre Wohnung bzw. Arbeitsplatz aus Sicherheitsgründen verlassen, um einen Absperrbereich. von250 Metern um den Fundort sicherzustellen. Gegen 13:30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden und die Mitarbeiter des Koordinierungsstabes ihrer gewohnten Arbeit nachgehen. Der geborgene Blindgänger wurde zur Dienststelle. desKampfmittelbeseitigungsdienstes gefahren und. wirddort zunächst sicher eingelagert. Später wird er in einem Bunker mit ferngesteuerter Bandsäge zerlegt und anschließend durch Ausbrennen vollkommen unschädlich gemacht. Den Beginn des letzten Weltkrieges hat Deutschland bitter bezahlen müssen: Fünf Jahre lang flogen alliierte Bomber Angriffe auf Deutschland. und warfendabei 1,9 Millionen Tonnen Bomben ab. Bei diesen Luftangriffen kamen schätzungsweise 500.000 Menschen ums Leben.
Schätzungsweise. sind dabei 250.000 Tonnen Sprengkörper nach dem Abwurfnicht detoniert und schlummern bis heute unentdeckt in der Erde. Mit dem schnellen Wiederaufbau. Deutschlands wurde keineZeit und Ressourcen zur. Lokalisierungdieser Kampfmittel investiert, so dass die Kampfmittelbeseitigungsdienste noch viele Jahre gefordert sein werden.
Bombenfund ruft Behörden auf. denPlan
Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.
Suche
Suchen Sie hier nach einer aktuellen Mitteilung: